Thema Jazz & Latin
Mr. Trovajoli – Ingenious Cinematic Jazz
Hear the short story about the ingenious Cinematic Jazz. The leading part has Armando Trovajoli, an “Italian film composer with over 200 credits as composer and/or conductor, many of them jazz scores for low-budget exploitation films”. Listen here!
25.07.
Sampler: Bar Chill Out & Lounge
45 Tracks bietet der Sampler mit dem schlichten Namen Bar Chill Out & Lounge. Die Perlen muss man sich herauspicken. Meine Tipps: Domenico Ferruggia mit “Groovy Man”, Spazio Renoir mit “Kranj (Vol 1)” und Blue Garden mit “Moonlight Drive”. Liegestuhl- und Sommer Sonne Baden-kompatibel.

Monodeluxe feat Paola – Soul Glamour
Feinster Nu Jazz und Deep House aus Italien: Monodeluxe feat Paola mit Soul Glamour. Mein Favorit darauf: “Fate (feat Paola – Jazz & Boss Mix)”
Zahlreiche neue Tracks im DJR Webradio
Ich bin froh, dass auf laut.fm die Upload-Funktion wieder funktioniert, so dass ich mein DJR Webradio weiter pflegen kann. So bietet mein Programm zwischen den verschiedenen House-Spielarten (Swing und Balkan House, Deep und Tech House), Balkanbeats sowie Latin und Reggae, Jazz und Nu Jazz, Swing und Soul gut 165 Stunden Non Stop Music.
15.07.
Dame Shirley Bassey – Burn My Candle
Mich begeistert immer wieder Shirley Bassey! Diese Stimme, diese Mimik und Gestik, vor allem der frühen Bassey (siehe auch die schönen Promotionfotos im Bassey Blog). Und Burn My Candle, ihre erste Single, ist zur Zeit einer meiner Hits. Gefunden habe ich den Song auf der Riesen-Compilation Joe Meek – Early Productions ’55-’58 – “Nicht nur der Song oder der Sänger, auch der Sound macht den Hit. Meek war der erste europäische Musikproduzent, der das in vollem Umfang begriff”, schreibt Jan Reetze in Joe Meek – ein Portrait.
Edythe Wright
Auf den Spuren von Tommy Dorsey entdeckte ich die Sängerin Edythe Wright mit “You Don’t Know How Much You Can Suffer”.
Tommy Dorsey & His Clambake Seven
Genau die richtige Compilation für mein Swingerherz: The Ultimate Collection mit zahlreichen Stücken von Tommy Dorsey & His Clambake Seven. Meine Lieblinge: “He’s a Gypsy from Poughkeepsie” (der Einstieg auf Swabalatino) und “Twilight in Turkey”. Gedankt sei dem viel zu früh verstorbenen “Gentleman of Swing”. – Nachtrag: Mich interessierte noch, wer da im genannten Song den “Lover Undercover” besingt. Wer lange genug sucht, findet auch, nämlich Edythe Wright.

14.07.
We No Speak Americano und Renato Carosone
Ins Zauberhaus Juli gehört für mich der housende Swing-Knaller We No Speak Americano von dem australischen Duo Yolanda Be Cool (Sylvester Martinez und Johnson Peterson) und Dcup. Und dann als Zugabe noch so ein witziges Video dazu, was will man mehr.
Das Original, das hier zeitgemäß zerhackt wurde, kommt übrigens von Renato Carosone. Und welchen Spaß die italienische Musikerlegende mit “Tu Vuò Fa’ L’Americano” hatte, zeigt das folgende Video sehr schön. Es zeigt auch, das das Original nicht zu toppen ist. ;-)
Nachtrag: Nik Thomis Sommerhit-Prognose: «We no speak americano» ist, denke ich, bereits Realität ;-).
6.07.
Jazzy Lounge: Is that Nu Jazz? – Set 2
Vor 2 Tagen habe ich auf Beatport und DJTunes nach aktueller und jazziger Lounge-Music recherchiert und bin froh fündig geworden. Gestern habe ich voller Vorfreude aus den Fundstücken ein feines Set gemixt. Elektronisch verfeinerter Jazz in den verschiedensten Spielarten und Anspielungen vereinen sich zu einen atmosphärisch dichtem Flow, der mir mitteilte: Es hat sich gelohnt! ;-) Vorhang auf für Is that Nu Jazz? – Set 2 mit folgenden Meistern des digitalen Grooves:
01 Low Fidelity Jet Set Orchestra – The Project (Part One)
02 From P60 – You take me (feat. Virag)
03 Ohm Guru – Jazz Brake
04 Bossa Nostra – Chico desperado (At Jazz Remix)
05 Belladonna – Space Jazz
06 Zeb – What If Peter Didn’t Catch the Wolf?
07 Hess is More – Yes Boss (The Revenge Remix)
08 Caradefuego – Tranquila
09 Modulo 5 – Miles 2000
10 Fromwood – Night Wind
11 The Shiffers – Love Is
12 Pluton Kids – Head On Road
13 DJ Rodriguez – Mad Atari
14 B.C.Project – Venice Beach (Original Mix)
3.04.
Call my N°
Call my N°. Live gemixt vor zehn Jahren und drei Tagen. Er klingt immer noch cool. Auch werden Erinnerungen wach, an einem kurzen Urlaub in Cadaques und die große Liebe.
01 Vincenzo – call my number 02 Fernanda Abreu – você prá mim 03 S-Tone Inc – saudade 04 Tom y Joce – vai minha tristesa 05 Nicola Conte – bossa per due 06 The Green Future – hony rhythm and butter 07 Milton Banana – cidade vazia 08 Sylvio César – consolaçao 09 The Barigozzi Group – red face 10 Ginger Johnson & his African Messengers – i jool omo 11 Mamba Percussions – rythmoton 12 Hamid Baroudi – caravan II baghdad 13 Sin Palabras – orisha dreams 14 Yonderboy – cantaloupe island 15 Bossa Tres…Jazz – illusion 16 De-Phazz – april shower 17 Omni Trio – who are you 18 Fanger – endless summer
31.03.
Uptown Strut für Soulfreunde
Ich habe mir endlich die Zeit genommen und zum ersten Mal in Uptown Strut gelesen, ein handliches und solides Magazin rund um Soul, Funk und Jazz. Uptown Strut erscheint seit 2008 zweimal im Jahr. In der aktuellen 4. Ausgabe fand ich heute beim Sonntagskaffee im Bett einige spannende Texte. Das Interview mit der Sängerin und Songschreiberin Fleur Earth und ihren Weg zur Soulmusik in deutscher Sprache und die Rezension über den Dokumentarfilm Soul Power, der das musikalische Geschehen rund um das sportliche Ereignis Muhammad Ali gegen Goerge Foreman 1974 in Kinshasa aus zahlreichen, ungesichteten Filmrollen zu neuem Leben erweckte. Faszinierend ist auch die Geschichte über Frank Gossner, ein Funk- und Soul-DJ, der jahrelang in Westafrika lebte und den Afrobeat auf Vinyl sammelte. “Er trug stets einen batteriebetriebenen Plattenspieler mit sich herum, mit dem er auch in aller Öffentlichkeit in Platten hereinhörte. Häufig kam es dabei zu spontanen Menschenansammlungen und die Leute fingen auf offener Straße an zu tanzen…” Das ist doch ein Traum eines jeden wahren DJs, oder?
Erwähnenswert ist aus meiner Sicht auch die kleine Hommage an Marvin Gaye, der am 1. April vor 25 Jahren von seinem Vater, “einem Predigerarschloch”, erschossen wurde, kurz vor seinem 45. Geburtstag. Darüber hinweg tröstet nichts, aber das Leben wie das Schreiben gehen ja weiter und so fand ich noch zwei kompakte Bandportraits sehr interessant, die zudem mein Repertoire als DJ erweitert haben. Vorgestellt werden in einem Interview das Kokolo Afrobeat Orchestra und das Braunschweiger Duo Una Mas Trio, letztere mit coolen Latingrooves vom Feinsten, die ich grad auf DjTunes höre. Das sollte reichen, um auf Uptown Strut neugierig gemacht zu haben. Das Magazin erscheint in einer Auflage von 10.000 und kostet im Jahresabo mit 2 Ausgaben 7,50 Euronen. Eine schöne Bilderreihe aus uptown strut #2 gibt es übrigens auf slanted.
Nachtrag: Ein weiterer Blogbeitrag über Uptown Strut, der freundlich auf den Punkt bringt, warum sich das Magazin lohnt. Dort fiel mir auch wieder ein, wie ich das aktuelle Heft entdeckt hatte, nämlich durch einen FR-Artikel: Gefühl für Vinyl.
24.01.
Lounge-Set: Is that Nu Jazz?
Nach dem fröhlichen Flat Fleet Floogie geht es weiter mit der Frage Is that Nu Jazz? Und wie ich diese Frage auch beantworten mag, was auf jeden Fall bleibt, ist die sehr schöne Musik mit sehr schönen Übergängen. Im Flow des Sets durften das so toll swingende “Clyde Beluga” von Club des Belugas ebenso wenig fehlen (siehe Zoo Zizaro) wie mein Liebling von JoJo Effect um Anne Schnell: Denn “Ein kleines Wackeln mit dem Po” schmiegt sich zum Ende so schön an “Cade Voce” von Sabrina Malheiros, dass der darauffolgende Track “El Tercer Dia” von Marcus Zelonka es dem gleich tun musste. ;-) Rundum schöne Musik, die sich hier getroffen hat, um uns mit ihren so verschiedene Spielarten, Grooves und Stimmungen zu verführen. 23 Loungeperlen für alle Lebenslagen, fröhlich und keck, zärtlich und melancholisch, leichtfüßig und ausgelassen, geheimnisvoll und vieldeutig.

01 The Jazzual Suspects – Ba Dada 02 Zone – Slave 03 Club Des Belugas – Clyde Beluga 04 Batterie du Verre – Jitterbug 05 Daniele Luppi – Cou Cou 06 Jojo Effect – Ein Kleines Wackeln Mit Dem Po 07 Sabrina Malheiros – Cade Voce 08 Marcus Zelonka – El Tercer Dia 09 Belladonna – Bossa Esfera 10 Monodeluxe – At the Beach 11 Kings of Groove – How Beautiful Is 12 Tokyo Counterpoint – Telephone 13 Axel Kühn – Early Takes – Original Mix 14 Freedom Dub – Indy feat. Laura Finocchiaro 15 All Good Funk Alliance – Freedumbs ft. Swamburger & Alexandrah 16 Bassik Groove – Jazz Breakdown 17 Free the Robots – Diary 18 Quantic and His Combo Barbaro – Undelivered Letter 19 Robert Passera with Lorraine Bowen – Tee Tee Cocò 20 Four Tet – Everything Is Alright – Original Mix 21 Marbert Rocel – Ba Ba Bounce – Radio Edit 22 Koop – Koop Island Blues 23 Baz – Never Ending Story
Transistor Glück 002 auf DjTunes
Meine aktuellen Lieblingstracks zwischen den verschiedenen Spielarten des House bis zum Nu-Jazz und gepflegten Lounge sind in der Playlist Transistor Glück 002 zu hören. Anspieltipps für die ganz Eiligen: Sabrina Salerno mit “Erase And Rewind”, Luetzenkirchen mit “I House You”, Dariush & DJDa mit “Violin Land (Train Mix)”, Daniele Luppi mit “Cou Cou”, Basti Grub & Dj W!ld mit “Balkan 2″ (Yepp!), JoJo Effect mit “Ein Kleines Wackeln Mit Dem Po” und eigentlich Alle!
Das unscheinbare Miles-Davis-Jahr 2009
In der FR beantwortet Hans-Jürgen Linke in dem Artikel Die Erfindung der Coolness, warum 2009 ein Miles-Davis-Jubiläumsjahr war. Die Antwort: Es liessen sich 60 Jahre Birth of the Cool, 50 Jahre Kind of Blue und 40 Jahre In A Silent Way und Bitches Brew feiern und einige haben das auch getan, wie z.B. der US-amerikanische Kongress, der im November 2009 “Kind of Blue” zum nationalen Kulturerbe erklärte. Für mich persönlich bleibt Miles Davis unvergessen durch seine Musik für Louis Malles (ich liebe fast alle seine Filme, die ich bisher gesehen habe) Fahrstuhl zum Schafott (“Ascenseur pour l´échafaud”).
Das eigenwillige Spiel Miles Davis’ wird durch die folgende allgemeine Beschreibung seines Stils von Hans-Jürgen Linke klasse zu Wort gebracht:
“Er hatte einen Trompetenstil entwickelt und reifen lassen, der aus einer gewissen technischen Beschränktheit seiner Virtuosität eine Tugend machte: unterkühlte Lyrik, fahle Klangfarben, eine dramatische Phrasierungskunst auf der Basis größter Ökonomie in der Anzahl der gespielten Noten, Klangverfremdung durch die Verwendung von Dämpfern; dazu kam sein unglaubliches, untrügliches Stilgefühl.”
Zoo Zizaro und der Swing des Jazz
Bisher habe ich nur eine CD-Besprechung über das neue Club des Belugas Album namens Zoo Zizaro gelesen, die nicht begeistert hervorhob, dass nach Swop kaum eine Steigerung denkbar sei, bis “Zoo Zizaro” uns eines Besseren belehrte. Entsprechend ist das Bild von der Band, die wie ein guter Wein sei, der mit den Jahren reife, sehr gut gewählt. Die Entwicklung der Belugas-Musik von der ersten Scheibe “Caviar at 3. a.m.” über “Apricoo Soul” bis zum fünften Longplayer “Zoo Zizaro” ist nicht zu überhören. Zoo Zizaro feiert den Jazz mit seiner ihm innewohnenden Leidenschaft und Coolness, Perfektion und Vielseitigkeit, Eleganz und Extravaganz. Hier kommt der Swing des Jazz so unverbraucht daher, als sei er erst vor kurzem erfunden worden. Das ist Kunst, die Kunst der Musiker.
Der erste Höhepunkt läßt mit “Human Loss & Gain” von Radio Utopia feat. Bajka nicht lange auf sich warten und läßt die Langeweile vieler Remixe vergessen: Es groovt im Boogaloostyle; unwiderstehlich in die Glieder gehend mit treibendem Kontrabass, mit latiner Percussion und einem Minimalismus des Saxophons und der Wah-Wah-Guitar, der jedes Hipster-Herz höher schlagen läßt. Der Nachfolger “Clyde Beluga” überrascht dann mit einem swingenden Bläser-Intro und dieser Leichtigkeit der Drums, um danach dem großartigen Ferank Manseed das Wort zu lassen, der wie Mel Torme oder Frank Sinatra oder vielleicht doch wie Nat King Cole klingt und singt und den ihr – ich wette – nicht auf Anhieb in dem Song “Back to my Room” wiedererkennen würdet. Wo treiben die Macher der Belugas eigentlich immer diese hervorragenden singenden Songwriter auf? Wobei der tätowierte Ferank skandalöserweise nicht auf jeder Bühne gerne gesehen wird.
Überraschend wie vielseitig geht es weiter. So erfreut uns anna.luca in “Floating on Air” mit lasziv-keckem Gesang und später soult die gute Brenda Boykin das Titelstück “Zoo Zirara” in unsere grooververwöhnten Herzen. Zwischendrin zeigt uns ein feuriger Remix des Songs “Airmail Special” wer die ungeschlagene Skatgesangmeisterin aller Zeiten ist. – Erlebt das selbst, das Lounge-Abenteuer, das Nu Jazz-Feuerwerk, den wunderbar aneinandergereihten Flow lebendigen Jazzes!
27.12.
Jazz is Kevin Yost
Vor 10 Jahren war ich auf Songs wie One Starry Night von Kevin Yost ganz wild, auf diese Art von subtil treibendem House mit Jazz- und Latin-Touch. Der coole DJ und Soundmixer aus den USA, über den anscheinend nicht viel zu erfahren ist, begeistert mich aktuell z.B. mit der Scheibe Jazz Is feat. Brooke Harper. Der zeigt mir angenehm hörbar, dass man sich auch nach einem schnellen Jahrzehnt elektronischer Musikerstellung noch steigern kann.

10.09.
Glam Sam auf Groovy!
Gerade das Album Groovy! von Glam Sam & His Combo auf Beatport entdeckt. Glam Sam, “the original Soul Boy, Jazz Dude, Funkster and Boogie Man” aus Schweden, versteht sich auf feinen Nu Jazz mit House-Akzenten und Lounge-Geschmack. Fast jeder Song des abwechslungsreichen Albums gefällt mir, so dass ich über die Hälfte der Songs in mein DJ-Repertoire aufnehmen musste. Das kommt auch nicht alle Tage vor. ;)

7.09.
Die Lust der Symbiose
Der alte Hase Lee Fields und sein Song Truth, Deception, & Lies (Aloe Blacc Remix) erinnern mich an die Zeiten, als Hip Hop und Jazz die Lust der Symbiose feierten.
Ordinary Madness und Smile Style 3
Was hat das zweite und aktuelle Album von JoJo Effect namens Ordinary Madness mit dem Sampler Smile Style 3 vom DJ Gärtner der Lüste gemeinsam. Sie eröffnen ihr fein inzeniertes musikalisches Feuerwerk mit dem Song I Shouldn’t, I Wouldn’t und überraschen bei fortgesetztem Hören mit subtil klingenden und einfach schönen Kompositionen. Origineller Chanson, elektronisch verfeinerter Nu Jazz und mutige Remixe werden auf angenehme Weise miteinander kombiniert.

JoJo Effect um die Songschreiberin und Sängerin Anne Schnell zeigen sich als Meister feinschichtiger Kompositionen mit zärtlichen, bunten Klangfarben. Da möchte der Meister der vielseitigen Hintergrundmusik, der DJ Gärtner der Lüste, nicht hinten anstehen und hat mit seiner Smile Style 3 eine weitere eindrucksvolle Kostprobe seiner Compilationkünste veröffentlicht. So wundert es nicht, dass beide CDs sich wunderbar ergänzen und einsame oder gemeinsame Stunden zu versüssen vermögen.
17.02.
Hip Shake Set 1 – Januar 09
Hört, hört, hört das Hip Shake Set 1 – Januar 09, ein spontanes Set mit 10 groovesatten Tracks in genau 9:30 min mit fliinken Finger gemixt:
16.01.
Hip Shake im FZW
Gestern kam der Anruf, heute stehe ich bereit: Heute, am 07.01.09 lege ich im FZW ne Runde Hip Shake (Club) auf, erweitert um ein paar Balkankracher. Schaun wer mal ;-)
Galopp FM und Chris Joss
Das Radio der Frohlocker namens Galopp FM gefällt mir sehr gut. Dort habe grad ein Stück von Chriss Joss entdeckt, den ich seit seinem genialen Album The Man With A Suitcase sträflicherweise aus den Augen verloren hatte. Nun aber schnell I want Freedom besorgen, für Euch folgend das Titelstück von The Man With A Suitcase. Und Galopp FM nicht vergessen. ;)
5.01.
Brenda vs Bebo und der Tanzarzt
Brenda Boykin, die mir auf Swop von Club des Belugas bereits gut getan hat, brilliert mit einem Soloalbum namens chocolate & chili. Darauf zeigt sie ihr vielseitiges Gesangsrepertoire und erfreut uns mit jazzigen und bluesigen Songs der feinen, leisen und starken Art. Auch Bebo Best — für Brenda Boykin kein Unbekannter, hat sie auch für ihn gesungen — hat eine aktuelle Scheibe auf dem Markt. Sie heißt d’jazzonga und darauf swingt es bossaelektronisch und brasilektrisch, bis der Tanzarzt kommt. Die Cover-Version von Soul Bossa Nova gefällt mir besonders, um einige Drehzahlen nach oben gepitch noch besser. ;)

Fazit: Brenda läßt es ruhiger aber allemal vielseitiger angehen, während Bebo Best and the Super Lounge Orchestra hier und dort etwas dröge vor sich hinloopen. Zum Trost hinterläßt uns der Bebo aber eingängige Tanzperlen.
Schulmädchen Report vs Vampyros Lesbos
Heute treten an zur heißen Symbiose zwei Scheiben aus dem Hause Crippled Dick Hot Wax!, das ich hier bereits in den Labelhimmel gelobt habe. Gert Wilden & Orchestra und seine Vertonung der Schulmädchen Reports im belebenden Kontrast zur Sexadelic Dance Party der Komponisten und Arrangeure Manfred Hübler und Siegfried Schwab. Als Beat noch etwas mit Sex zu tun hatte und der medial befreite Sex dem Beat noch manchen genialen Ohrwurm entlockte.

Fazit: Gert Wilden ist genial, der Titelsong zur “Die dressierte Frau” überlebt den Film und sein Follow me ist nicht zu schlagen. Aber der Sound von Vampyros Lesbos fügt sich prima ein.
24.11.
3. Hip Shake Night am 15.11.2008
Zur dritten Hip Skake Night gibt es wieder die Chance, sich geschickt auf die Gästeliste eintragen zu lassen. Und da Alle immer meinen und drängeln, MyPlatz muss sein, gibt es dort nun eine Hip Shaker Site.

Kleines YT Hip Shake Set
Swinging Nordwest von Max Meier-Maletz konnte ich leider nicht finden. Wer den frechen Beat hören möchte, komme vorbei.
Dennis Chambers & Gary Grainger – Flashlight
Nightlosers – Blue Suede Shoes
Big Joe Turner – Boogie Woogie Country Girl
Big Youth – Waterhouse Rock
Jimmy McGriff – All About My Girl
20.10.
Ne Schüppe Erfolg
Seit gut anderthalb Jahren versuche ich mich mit viel Energie an einer Club-Party in Dortmund, die ohne hörquälenden Mainstream und puristischen Genrefanatismus auskommt.
Seit gestern zeichnet sich endlich ab, dass unsere Hip Shake Nacht doch noch ankommen könnte. Denn gestern hatten wir mehr als 120 Gäste. Vorwiegend junge Leute tanzten auf einen Mix aus Soul, Funk, Nu Jazz, Reggae, Boogaloo, Electro-Bossa-Klängen und abgefahrenen Filmmusik-Sound aus den 60er und 70er Jahren. Am schönsten war das Gefühl, dass die Leute keinen Hit vermissten, sondern einfach nur nach anderer, vielseitiger Musik tanzen wollten. Zudem war die Tanzfläche lange Zeit voll. Das sah lustig aus, wenn es rund um die Tanzfläche wie leergefegt war; wie in einem dichten Knäuel aus ausgelassener Stimmung, ganz ohne aufgesetzte Coolness. Ich weiss nicht mehr, wie oft der Chef, der an der Kasse war, seinen Spion zu uns schickte, um zu fragen, was für ein Song da gerade liefe. Was kann uns also besseres passieren, wenn der Chef nicht nur das Geld, sondern auch die Musik mag. ;-)
Ich habe locker aus der Hüfte aufgelegt, wie es kommt, wenn die Gäste offen sind und Spaß haben. Ich hoffe, dass die nächste Nacht am 15.11. genauso gut wird und vielleicht noch mehr Gäste anlocken wird. Also heißt es bald wieder fleissig Plakate kleben, Flyer verteilen und Freunde anstiften.
2. Hip Shake Nacht am 18.10. in Dortmund
Die erste Hip Shake-Nacht im Silent Sinners war mit knapp 70 Gästen nicht gerade erfolgreich, aber ich hoffe, dass die nächste Party am 18.10.2008 mehr Gäste anzieht. Denn meine Sets aus raren Grooves und Nu Jazz, Soul-Klassikern und abgefahrenem Blaxploitation-Sound, Soul Jazz und jazzigem Hip Hop sind genau das richtige für tanzwütige Leute, die nicht immer den gleichen Beat und Sound zum Abtanzen brauchen.
Cinematic Groove aus dem Blow Up Club

Cinematic Groove ist mein Begriff für die geniale Filmmusik aus den 60er und 70er Jahren, mit der sich die kreativsten französischen, englischen und italienischen Komponisten und Arrangeure unsterblich machten. So verwundert meine Freude nicht, dass ich noch 2 CDs aus der Reihe blow up presents exclusive blend (Vol. 1 und 2) aus den Jahren 1996 und 1997 in meine Sammlung aufnehmen konnte. Darauf finden sich rare Perlen von Komponisten wie Keith Mansfield, James Clark, Alan Hawkshaw, Alan Parker, Alan Moorhouse, David Lindup und anderen, die der Blow Up DJ Paul Tunkin auf diesen hervorragenden Samplern ein Denkmal setzte. Jetzt hoffe ich, dass ich auch noch irgendwo die 3. und 4. Compilation auftreiben kann.

Die Songs von Exclusive Blend Volume 1 und der Volume 2.
Luftkastellet 2 und Rework
Die dänische Samplerreihe Luftkastellet hat für mich den Höhepunkt mit Volume 2 erreicht, obwohl noch drei weitere folgten, mit denen ich mich aber nicht anfreunden konnte. Luftkastellet 2 aber lohnt schon allein wegen I Can’t Remember Anything von Rework, ein kurz gehaltener Song mit dem verspielten Charme des Swing, wunderbar leicht, auf Anhieb das Herz erreichend.

Dieser Song von Rework, ein Trio um Daniel Varga, Michael Kubler und der Sängerin Sascha Hedgehog, ist im Vergleich mit den Tracks auf ihren beiden Alben Fall Right Now (2003) und Pleasure Is Pretty (2007) ein Abstecher in eine andere Musikwelt, den die drei klingen auf ihren Alben kälter, newwaviger, housiger.
Ansonsten ist Luftkastellet 2 abwechslungsreich und geht in Richtung gemütlich und gelassen. Der Sampler eignet sich hervorragend zum Durchhören, auch wenn Besuch da ist. Spätestens ab der Mitte taucht bei Gästen die Frage auf, was das sei .;-) – Die Songs
20.04.




