Balkangrooves im Anmarsch
“Während schon seit Längerem sogenannte Worldmusik-DJs auf den Balkanzug aufsteigen, haben nun auch hippe Electro-Produzenten die Balkan-Energie und den anarchistischen Ost-Spaß für sich entdeckt”, heißt es in dem PR-Text für die Compilation Balkangrooves, die Anfang Februar in den Handel kommt und bei Eastblock Music erscheint. Dieser “Crossover an allen Fronten”, diese Vermischung der Genres und Subgenres (von der recht häufig ekeligen VerMashung sehe ich ab ;-) und die Stilmischungen quer durch den Garten sind seit langem zu beobachten, das macht vor dem originären Sound der Balkanmusik nicht halt, zumal ihre “Verviertelung” geradezu dazu auffordert (Mein ältester Housetrack mit Balkananleihen erschien 2006, heißt passend Arab to Balkan – auf Total Vibes Records – und wurde von Damir Pushkar aka Dampa aus Kroatien produziert). Der neue Sampler Balkangrooves macht derweil meine Hoffnung groß, dass ein paar frische Tracks zu bekommen sind, da immerhin neun unveröffentlichte Songs auf Balkangrooves zu finden sind. Die vertretenen Künstler lassen Gutes ahnen. Mit von der Party ist übrigens auch Basadub, das Dortmunder Trio um Saletico, DJ Badre von Globalibre und DJ Rexnon. Einen gratulierenden DJ-Gruss in den Ruhrpott Ost!
Atmospheric Drum & Bass: Basswerk Dc1
Ich habe lange nicht mehr ein so gutes Drum & Bass Album wie basswerk digital collection DC1 vom Label basswerk records gehört. Drum & Bass wie ich ihn liebe! Flirrende treibende groovende Rhythmik, tiefe Bässe und minimalistische atmosphärische Klänge und hallende und schwebende Verführungen. Ganz vorne steht für DJR der Track Levitation von Hiten & Squash, erschienen auf Basswerk Files #029 Hiten EP. Da treibt ein dubbender Bass vom Erquicklichsten, ich möchte tanzen und liegen gleichzeitig! Ein weiterer Höhepunkt des Albums ist der Song Jazzfreak von Alessandro Greco alias ENEA. Er fäng anheimelnd an, und mit einem Gesangsfetzen fährt ein Drumfeuerwerk in die Glieder, dass ich Hopsen möchte, aber wie! ;-) Und wer jetzt noch nicht überzeugt ist, höre zudem Health Care von Kantyze. Da leuchten Synthieklänge aus entferntesten Winkeln des Kosmos, da zündet eine Bassdrum neuen Treibstoff, der uns noch mehr Fahrt aufnehmen läßt in ein Wohin, dass Deiner und meiner Phantasie überlassen ist. Top Release über Weihnachten 2009, ein schönes Geschenk auch danach!
31.12.
Zoo Zizaro und der Swing des Jazz
Bisher habe ich nur eine CD-Besprechung über das neue Club des Belugas Album namens Zoo Zizaro gelesen, die nicht begeistert hervorhob, dass nach Swop kaum eine Steigerung denkbar sei, bis “Zoo Zizaro” uns eines Besseren belehrte. Entsprechend ist das Bild von der Band, die wie ein guter Wein sei, der mit den Jahren reife, sehr gut gewählt. Die Entwicklung der Belugas-Musik von der ersten Scheibe “Caviar at 3. a.m.” über “Apricoo Soul” bis zum fünften Longplayer “Zoo Zizaro” ist nicht zu überhören. Zoo Zizaro feiert den Jazz mit seiner ihm innewohnenden Leidenschaft und Coolness, Perfektion und Vielseitigkeit, Eleganz und Extravaganz. Hier kommt der Swing des Jazz so unverbraucht daher, als sei er erst vor kurzem erfunden worden. Das ist Kunst, die Kunst der Musiker.
Der erste Höhepunkt läßt mit “Human Loss & Gain” von Radio Utopia feat. Bajka nicht lange auf sich warten und läßt die Langeweile vieler Remixe vergessen: Es groovt im Boogaloostyle; unwiderstehlich in die Glieder gehend mit treibendem Kontrabass, mit latiner Percussion und einem Minimalismus des Saxophons und der Wah-Wah-Guitar, der jedes Hipster-Herz höher schlagen läßt. Der Nachfolger “Clyde Beluga” überrascht dann mit einem swingenden Bläser-Intro und dieser Leichtigkeit der Drums, um danach dem großartigen Ferank Manseed das Wort zu lassen, der wie Mel Torme oder Frank Sinatra oder vielleicht doch wie Nat King Cole klingt und singt und den ihr – ich wette – nicht auf Anhieb in dem Song “Back to my Room” wiedererkennen würdet. Wo treiben die Macher der Belugas eigentlich immer diese hervorragenden singenden Songwriter auf? Wobei der tätowierte Ferank skandalöserweise nicht auf jeder Bühne gerne gesehen wird.
Überraschend wie vielseitig geht es weiter. So erfreut uns anna.luca in “Floating on Air” mit lasziv-keckem Gesang und später soult die gute Brenda Boykin das Titelstück “Zoo Zirara” in unsere grooververwöhnten Herzen. Zwischendrin zeigt uns ein feuriger Remix des Songs “Airmail Special” wer die ungeschlagene Skatgesangmeisterin aller Zeiten ist. – Erlebt das selbst, das Lounge-Abenteuer, das Nu Jazz-Feuerwerk, den wunderbar aneinandergereihten Flow lebendigen Jazzes!
27.12.
Rupa & The April Fishes mit Este Mundo
Als letztens der Gärtner der Lüste bei mir war und das neue Album von Rupa & The April Fishes namens “Este Mundo” auf meinem Schreibtisch sah, sagte er, was ich grad dachte: “Die is wirklich klasse, die kann man so durchhören!” Und so ist es auch, ein rundum gelungenes zweites Album zwischen feinem Gypsy Swing, Ska, Reggae und einem Hauch Cumbia, in Tonlagen zwischen Sehnsucht und Lebensfreude, Mitgefühl und “Schwärmerei” für Pablo Neruda.
“Die singende Ärztin” und Songschreiberin Rupa Marya, die mich das erste Mal Anfang des Jahres mit Une Américaine À Paris begeisterte, hat indische Wurzeln und ist in Kalifornien und Südfrankreich aufgewachsen. Aufgrund ihres Aussehens bekam sie früh zu spüren, was Ausgrenzung bedeutet. Das schärfte wohl ihren Gerechtigkeitssinn und ihre Empathie für die Menschen, die flüchten müssen und sozial benachteiligt sind. So arbeitet sie neben ihrem Musikerleben als Ärztin in der Notaufnahme für “legale und illegale MigrantInnen” am San Francisco General Hospital und beschreibt in ihren Texten die Flüchtlingsdramen an der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Stellvertretend sei dafür der Song “Por La Frontera” genannt, den Rupa laut Pressemitteilung auf dem Highway 101 nach Tijuna geschrieben habe, “wo sie mit Tagelöhnern, Feldarbeitern und Busfahrern ins Gespräch kam”.
Aber auch die große Liebe, Dichtung und Natur als Trost und Verheißung werden besungen und in einem stilbewanderten Musikkosmos entfaltet. Mit großen Worten ausgedrückt, wird auf Este Mundo “ein polyglottes Spektakel zwischen Gypsy Flair, Latin Moods und östlicher Philosophie gefeiert”, letzteres als Anspielung auf den Song “L’Eléphant”, darin der heilige Dickhäuter durch den Dschungel trabt und alles zerstört, um “den Blick auf die Wahrheit freizulegen”.
Bleibt die Frage, was es mit den “April Fishes” auf sich hat. So wird nicht nur die erstklassige und aus verschiedensten Musikzusammenhängen kommende Band benannt, sondern auch der Fisch, der ahnungslosen Menschen am 1. April in Frankreich auf den Rücken geklebt wird. Das gilt als Pedant unseres April-Scherzes, geht aber auf jenen Konflikt aus dem Jahre 1564 zurück, als König Charles IX den heidnischen durch den römischen Kalender ersetzen wollte. Renitente Untertanen aber wollten den 1. April als Neujahrsfest behalten. Und das Symbol des neuen Jahres war der Fisch, entsprechend definieren sich die April Fishes in Anlehnung an dieses Ereignis als Menschen mit eigenen Köpfen: “Sie bestanden auf Ihre eigene Realität und nicht auf die, die von oben aufoktroyiert wird!” Da sind wir durchaus verwandt. ;)
Dass die schöne Frau und ihre erstklassige Band derweil auch auf der Bühne überzeugen, zeigt das folgende Video. Das soll Euch daran erinnert, dass Rupa und ihre April Fishes im Januar 2010 durch Europa touren und hierzulande in München, Darmstadt, Bochum, Berlin und Hamburg zu erleben sind. In Bochum, genau am 25. Januar im Bahnhof Langendreer, werde ich dabei sein und neben dem Genuss der musikalischen Energie schwarzweisse Fotos für meine Musikergalerie machen.
Und wer nun den April Fishes und seinen liebsten Musikfreunden ein hochwertiges Geschenk machen möchte, besorge dieses schöne Album doch einfach zu Weihnachten. Wenn das kein Tipp in vorletzter Minute ist, weiss ich auch nicht! ;-)
- Das Label auf dem Rupa erscheint: Cumbancha (leider mit nervendem Flash, das keine Verlinkung der Tourdaten oder anderer Informationen erlaubt)
- Rupa & The April Fishes auf MySpace mit den Tourdaten und weiteren Videos
- Este Mundo in aller Ruhe auf bandcamp probehören
- Informativer Pressetext über das erste Album eXtraOrdinary rendition
- Die Homepage von Rupa Marya mit Vita
- Este Mundo als CD der Woche bei Funkhaus Europa
- Auch die NZZ weiss etwas über Rupa: Die Grenzgängerin
Imagining Sounds von Francesco Pico
Beim Stöbern auf Beatport habe ich die Sommerscheibe von Francesco Pico entdeckt. Imagining Sounds 2 heißt sie und ich war gleich hin und weg von zwei tanzdrängenden Tracks, die auch im Transistor Radio laufen. The pad goes up und Like the old days. Trockener, direkter House, mit gekonnt dosierter Spannung. Ich steh drauf ;) Weitere Hörproben und Infos auf des Meisters MySpaceSite.

Glam Sam auf Groovy!
Gerade das Album Groovy! von Glam Sam & His Combo auf Beatport entdeckt. Glam Sam, “the original Soul Boy, Jazz Dude, Funkster and Boogie Man” aus Schweden, versteht sich auf feinen Nu Jazz mit House-Akzenten und Lounge-Geschmack. Fast jeder Song des abwechslungsreichen Albums gefällt mir, so dass ich über die Hälfte der Songs in mein DJ-Repertoire aufnehmen musste. Das kommt auch nicht alle Tage vor. ;)

7.09.
Ordinary Madness und Smile Style 3
Was hat das zweite und aktuelle Album von JoJo Effect namens Ordinary Madness mit dem Sampler Smile Style 3 vom DJ Gärtner der Lüste gemeinsam. Sie eröffnen ihr fein inzeniertes musikalisches Feuerwerk mit dem Song I Shouldn’t, I Wouldn’t und überraschen bei fortgesetztem Hören mit subtil klingenden und einfach schönen Kompositionen. Origineller Chanson, elektronisch verfeinerter Nu Jazz und mutige Remixe werden auf angenehme Weise miteinander kombiniert.

JoJo Effect um die Songschreiberin und Sängerin Anne Schnell zeigen sich als Meister feinschichtiger Kompositionen mit zärtlichen, bunten Klangfarben. Da möchte der Meister der vielseitigen Hintergrundmusik, der DJ Gärtner der Lüste, nicht hinten anstehen und hat mit seiner Smile Style 3 eine weitere eindrucksvolle Kostprobe seiner Compilationkünste veröffentlicht. So wundert es nicht, dass beide CDs sich wunderbar ergänzen und einsame oder gemeinsame Stunden zu versüssen vermögen.
17.02.
Acoustic France vs Acoustic Arabia
Schöne, liebe, brave Musik bietet Putumayo auf Acoustic France und Acoustic Arabia den Harmonie und Freundlichkeit suchenden Hörer an, der vielleicht grad im warmen Wohnzimmer auf die kalten sonnigen Tage da draußen schaut und von den warmen Zeiten im Süden träumt. Die beiden Sampler würden gut dazu passen. ;-)
Fazit: Acoustic France ist etwas weniger seicht, bietet etwas mehr rhythmische Spannung. Ach ja, der gute Rhythmus. Von Putumayo wünsche ich mir wieder mehr tanzbare und clubtaugliche Sampler, in letzter Zeit gab es für meinen Geschmack zu wenig davon. Wie wäre es denn mit besten, lebendigen und groovigen Remixen von Worldbeat-Klassikern aus aller Welt?
Brenda vs Bebo und der Tanzarzt
Brenda Boykin, die mir auf Swop von Club des Belugas bereits gut getan hat, brilliert mit einem Soloalbum namens chocolate & chili. Darauf zeigt sie ihr vielseitiges Gesangsrepertoire und erfreut uns mit jazzigen und bluesigen Songs der feinen, leisen und starken Art. Auch Bebo Best — für Brenda Boykin kein Unbekannter, hat sie auch für ihn gesungen — hat eine aktuelle Scheibe auf dem Markt. Sie heißt d’jazzonga und darauf swingt es bossaelektronisch und brasilektrisch, bis der Tanzarzt kommt. Die Cover-Version von Soul Bossa Nova gefällt mir besonders, um einige Drehzahlen nach oben gepitch noch besser. ;)

Fazit: Brenda läßt es ruhiger aber allemal vielseitiger angehen, während Bebo Best and the Super Lounge Orchestra hier und dort etwas dröge vor sich hinloopen. Zum Trost hinterläßt uns der Bebo aber eingängige Tanzperlen.
26.11.
Schulmädchen Report vs Vampyros Lesbos
Heute treten an zur heißen Symbiose zwei Scheiben aus dem Hause Crippled Dick Hot Wax!, das ich hier bereits in den Labelhimmel gelobt habe. Gert Wilden & Orchestra und seine Vertonung der Schulmädchen Reports im belebenden Kontrast zur Sexadelic Dance Party der Komponisten und Arrangeure Manfred Hübler und Siegfried Schwab. Als Beat noch etwas mit Sex zu tun hatte und der medial befreite Sex dem Beat noch manchen genialen Ohrwurm entlockte.

Fazit: Gert Wilden ist genial, der Titelsong zur “Die dressierte Frau” überlebt den Film und sein Follow me ist nicht zu schlagen. Aber der Sound von Vampyros Lesbos fügt sich prima ein.
24.11.
Cinematic Groove aus dem Blow Up Club

Cinematic Groove ist mein Begriff für die geniale Filmmusik aus den 60er und 70er Jahren, mit der sich die kreativsten französischen, englischen und italienischen Komponisten und Arrangeure unsterblich machten. So verwundert meine Freude nicht, dass ich noch 2 CDs aus der Reihe blow up presents exclusive blend (Vol. 1 und 2) aus den Jahren 1996 und 1997 in meine Sammlung aufnehmen konnte. Darauf finden sich rare Perlen von Komponisten wie Keith Mansfield, James Clark, Alan Hawkshaw, Alan Parker, Alan Moorhouse, David Lindup und anderen, die der Blow Up DJ Paul Tunkin auf diesen hervorragenden Samplern ein Denkmal setzte. Jetzt hoffe ich, dass ich auch noch irgendwo die 3. und 4. Compilation auftreiben kann.

Die Songs von Exclusive Blend Volume 1 und der Volume 2.
Balkan Beat Box – Remixes: Nu Made
Wer, wie ich, eher die lebendigeren Balkanbeats mag – trotz der so gnadenlosen, entauthentisierenden Verviertelung – wird mit dem Remix-Album “Nu Made” unter der Marke Balkan Beat Box (BBB) wohl weniger anfangen können. Andererseits haben die beiden aus Israel stammenden und in New York workenden Macher Tamir Muskat und Ori Kaplan einen Remix-Mix zusammengestellt, der unbedarften aber mit elektronischen Sounds und Breakbeats aufgewachsenen Hörern zu ersten schmerzfreien Hörerlebnissen in Richtung Balkanbeats verhelfen könnte. ;-)

Vielleicht bringt zudem die beiligende DVD mit 2 Videos auf den Geschmack. Sie enthält ein Live-Video und einen 26-minütigen Film von Elsa Dahmani, der die BBB bei einem Auftritt in Tel Aviv gefilmt hat. – Die Songs
30.06.
An England Story
Vielverprechend: Die Farben des Geldes oder An England Story. Untertitel: “From Dancehall To Grime: 25 Year oh the MC in the UK” vom Londoner Qualitätslabel Soul Jazz Records. Dort gibt es auch Hörproben. Sehr cool: Navigator & The Freestylers mit Ruffneck.
13.06.
Yeppa! Balkanbeats Volume 3 ist da
Was ich mir so einbilde! Da befürchtete ich, “Balkanbeats” würden zunehmend mit langweiliger Remix-Attitüde ohne Herz und Power produziert. Und nun erscheint pünktlich zur Frühlingslust die Compilation Balkanbeats Volume 3. Und mit dem ersten Hören war ich mir gestern ganz sicher: Auf DJ Robert Soko ist Verlaß! Zudem hat er noch einen draufgelegt, denn die dritte Compilation ist sein bestes Werk.

Abwechslungsreicher und tanzbarer kann man Balkanbeats nicht präsentieren, Lebensfreude und Tanzlust steigernd vom ersten bis zum letzten Stück. Für uns hat sich das Suchen von DJ Soko nach neuen unverbrauchten Songs gelohnt. Es geht los mit dem Klassiker Opa Cupa, wunderbar interpretiert von Slavic Soul Party aus New York, gefolgt von Magnifico, der “slowenischen Madonna”, der abgelöst von meinem persönlichen Partyfavoriten namens Kiril feat. MC Wasp & Rucl, die Jungle Shadow spielen, der heißer nicht sein kann. Spätestens bei diesem Song bleibt kein Körper ruhig, der sich noch lebendig meint, keine Seele kalt. ;-)
Insgesamt ein wunderbarer Mix, der bei jedem Hören ein neues Lieblingslied offenbart. Ein Mix, der zeigt, wie überzeugend man südostueropäische Lebensfreude, Gypsy-Sound und Klezmer mit Dub, Hip Hip und Discobass verbinden kann, ohne Authentizität zu verlieren. Yeppa! – Die Songs
11.05.
Luftkastellet 2 und Rework
Die dänische Samplerreihe Luftkastellet hat für mich den Höhepunkt mit Volume 2 erreicht, obwohl noch drei weitere folgten, mit denen ich mich aber nicht anfreunden konnte. Luftkastellet 2 aber lohnt schon allein wegen I Can’t Remember Anything von Rework, ein kurz gehaltener Song mit dem verspielten Charme des Swing, wunderbar leicht, auf Anhieb das Herz erreichend.

Dieser Song von Rework, ein Trio um Daniel Varga, Michael Kubler und der Sängerin Sascha Hedgehog, ist im Vergleich mit den Tracks auf ihren beiden Alben Fall Right Now (2003) und Pleasure Is Pretty (2007) ein Abstecher in eine andere Musikwelt, den die drei klingen auf ihren Alben kälter, newwaviger, housiger.
Ansonsten ist Luftkastellet 2 abwechslungsreich und geht in Richtung gemütlich und gelassen. Der Sampler eignet sich hervorragend zum Durchhören, auch wenn Besuch da ist. Spätestens ab der Mitte taucht bei Gästen die Frage auf, was das sei .;-) – Die Songs



