Der Westen über studio10

Jetzt ist auch die WAZ auf studio10 in der Altstadtschmiede aufmerksam geworden. Der Artikel stand in der Ausgabe für Recklinghausen, recht groß aufgemacht, zusätzlich mit einem Foto von meinem Arbeitsplatz und mir. Vom Geheimtipp zum Hit.


DJR auf Linie 403

Eine ausgediente Straßenbahn der Linie 403 mitten in Dortmund (nähe Domicil) wurde zum Straßenbahncafé ausgebaut. An manchen Freitagen habe ich dort Lounge Mucke und House aufgelegt. Nun wird es dort auch jeden Samstag musikalisch rundgehen mit elektronischen Sounds verschiedenster Machart. Ich lege dort am 11.12. und 18.12. zwischen 21 und 1 Uhr auf und freue mich auf den einen oder anderen musikbegeisterten Freund.


DJR in der „caffélounge“

Freitag, den 30.07. und morgen, den 31.07.2010 lege ich im Domicil in der sog. „caffélounge“ auf. Fein abgestimmte House-Sets werden sich abwechseln mit aktuellen Nu Jazz-Perlen, Swing und Balkanpop. Von 21 bis 02 Uhr, Eintritt frei.


OpenAir 2010 Tape

Normalerweise höre ich nur meine eigenen Mixe ganz durch ;-), aber beim Hören des OpenAir 2010 Tapes von DJ O.live.R bin ich bis zum Ende dabei geblieben. Nicht nur das Mixen ist handwerklich perfekt, auch die Zusammenstellung der Tracks macht dieses Tape so schön. Selten so relaxt bei einem Houseset mit atmosphärischen Akzenten.


Heiß in den Mai mit Globalibre im Domicil

Für die Globalibre-Party Tanz in den Mai im Domicil war ich als DJ-Partner neben dem Gärtner der Lüste vorgesehen, doch hatte ich bereits dem Tanz in den Mai im Drübbelken zugesagt. Da man sich als DJ mit bestem Willen nicht an zwei Orte gleichzeitig beamen kann, bleibt mir nur übrig, allen Fans vielseitigen Grooves im Dortmunder Raum zu empfehlen, das heißeste Musikfeuerwerk in dieser Nacht nicht zu verpassen. Ein Erfolg würde zudem wohl zu einer regelmäßige Reihe führen, die ich mitgestalten dürfte. Toi Toi Toi und gebt alles, liebe Kollegen. ;-)


Die rasanteste Lounge am 8. Mai

Nach dem erfolgreichen Start wird die rasanteste Lounge überhaupt fortgeführt. Globalibre presents Travel Lounge am 8. Mai 2010 im Swabedoo (nähe Möllerbrücke) im Dortmunder Kreuzviertel mit Sets zwischen Global House, Nu Jazz, Balkanbeats und Latin. Eintritt frei für gute Laune!

Travel Lounge am 8. Mai


Tanz in den Mai im Drübbelken

Am 30. April 2010 ist es wieder soweit, DJR wird die bewährte Tanznacht im Drübbelken von Recklinghausen fortführen. Guter Pop und Rock aus vier Jahrzehnten werden mit Balkanbeats und Latin, Soul und Funk für Tanzdruck sorgen. Beginn 22 Uhr, Groovegebühr 5 Euro. Es wird rappelvoll werden!

Tanz in den Mai im Drübbelken Recklingausen


Erfolgreich: Travel Lounge und studio10

Das vorletzte Wochenende war für mich als DJ sehr erfreulich. Die Premiere von studio10 am Freitag in der Altstadtschmiede war ein schöner Erfolg. Um die 80 Gäste waren da und die Tanzfläche war bereits kurz nach dem Start gut besetzt, füllte sich schnell und wurde bis zum Ende in Anspruch genommen. ;-). Am Samstag gab es dann die erste Ausgabe von Travel Lounge im Swabedoo. Dort lernte ich die Tropical und Balkan House-Mix-Künste von DJ O.live.R und DJ Badre kennen, die für sehr gute Stimmung sorgten. Ich versuchte mich in den frühen Morgenstunden mit heißem Balkanpop und lebensfrohen Latingrooves, die die Gäste zwischen der langen Theke und den Tischen zum ausgelassenen Abtanzen brachten. Insgesamt hat es mir viel Spass gemacht mit dem sympathischen Oliver und dem überaus lustigen Badre aufzulegen und ich freue mich auf die nächste Travel Lounge am 8. Mai zusammen mit DJ Badre. Yep!


Travel Lounge im Swabedoo

Der Kollege DJ axe.l vom Globalibre-Team hat mich eingeladen, einen Lounge- und Dance-Nacht im Swabedoo mitzugestalten, inclusive Plakatgestaltung. ;-) Travel Lounge nennen wir das Ganze und die Reise beginnt am kommenden Samstag, den 10.04.2010, ab 22 Uhr im Swabedoo in Dortmund (Nähe Möllerbrücke). Es darf ruhig Tanzlust mitgebracht werden, denn zu später Stunde wird der Beatdruck garantiert zunehmen. Ich bin gespannt.

Travel Lounge im Swabedoo


Studio10 ab 9. April in der Altstadtschmiede

Die Altstadtschmiede in Recklinghausen und DJR laden ein zur regelmäßigen Tanzparty studio10 (in Anlehnung an die Hausnummer). Jeden 2. Freitag im Monat gibt es ab 21 Uhr ein Programm, das wir folgendermassen auf den Punkt gebracht haben:

„Unsere Mixtur heißt Mainstream für den guten Geschmack mit Rock, Funk, Soul und Disco aus vier Jahrzehnten, wohlschmeckend gewürzt mit aktueller Weltmusik zwischen Balkanbeats und latiner Lebensfreude.“

Wir hoffen, das macht neugierig und lockt Euch zur Altstadtschmiede, wenn wir am 9. April 2010 Premiere haben.


DJ Vadim in Bochum

Grad bei den hochgeschätzen Kollegen aussem Ruhrpott-Ost entdeckt: DJ Vadim weilt am 27. Janaur 2010 in Bochum, genauer im Untergrund-Club, der „eigen, unabhaengig, dickkoepfig und voller Idealismus an seine Aufgabe“ geht, um „die Ruhrpottclublandschaft wieder ein Stueck weiter nach Vorne zu bringen.“ Mit DJ Vadim werden die Idealisten sicher nichts falsch machen, so hoffe ich, während ich darüber nachgrüble, wieviele Namen dieses Ding da in der Kortumstr. 101 in der Citypassage wohl schon gehabt haben mag. Ich erinnere mich noch an den Namen „Home“. 1999 muss das gewesen. Da waren ein paar locale DJs um den Bahnhof Langendreer und ich Feuer und Flamme für einen Club-Abend rund um Acid Jazz, Funk und Soul Jazz. Aber irgendwie schien es damals mit der Promotion nicht so geklappt zu haben. ;-)


Disco im Drüb in der Karnevalszeit

Am 13. Februar 2010 ist es wieder soweit, DJR wird eine weitere bewährte Tanznacht im Drübbelken von Recklinghausen bis in den frühen Morgen gestalten. Guter Pop und Rock aus vier Jahrzehnten werden mit Balkanbeats und Latin, Soul und Funk, House und Electropop für unwiderstehlichen Tanzdruck sorgen. Es beginnt um 22 Uhr, die Groovegebühr beträgt wie immer 5 Euro.


!DelaDap im Bahnhof

Meine Vorfreude auf das Konzert von !DelaDap in Bochum wurde nicht enttäuscht. Enttäuschend war allein die Besucherzahl, die ich mit um die hundert Menschen geschätzt habe. Aber die 5 Musiker von !DelaDap liessen sich in Ihrer Spielfreude nicht davon abbringen, für sehr gute Stimmung zu sorgen. Sie zeigten vor allem, dass Sie eine echte Liveband mit sehr viel Ausstrahlung sind. Und fast kein Musiker bleibt an seinen Platz, immer bilden sich kleine Grüppchen, die ihre Herzenslust an der Musik mit dem ganzen Körper zum Ausdruck bringen. Nach dem Gig war ich dann an der Reihe, um bis 4 Uhr aufzulegen. Zwischendurch unterhielt ich mich einige Male mit DJ Stani Vana, der Sprecher der Band, der mir die neue Maxi, die im August erscheint, ans Herz legte und mich darum bat, einen brandneuen Song aufzulegen, der aber nicht so gut ankam. Insgesamt waren auf dieser Globalibre auch zu wenig Gäste da.

Aleksander Stoijc von !DelaDap

Während des Konzerts habe ich S/W-Fotos gemacht. Zehn davon zeige ich in meiner neuen Galerie SWFoto. !DelaDap in Bochum


!DelaDap und DJR im Bahnhof Langendreer

Die Vorfreude wird langsam größer, denn der 16. Mai 2009 rückt langsam näher: dj R auf der Globalibre Worldbeat Party im Bahnhof Langendreer. Und zuvor die Combo !DelaDap mit einem Auftritt, auf den ich mich auch freue. Danach werde ich mit Balkanpop und Mestizo, Ska und Reggae, Rai und Coupé Décalé, Bellydance und Trommelpower aus dem Vollen schöpfen.


La Papa Verde im Bahnhof Langendreer

Gestern habe ich zusammen mit dem Gärtner der Lüste auf der Globalibre-Party aufgelegt. Zuvor haben wir die letzte halbe Stunde La Papa Verde erlebt (lustiges Menü auf der Website übrigens). Ein energiegelandener Mix aus latinem Ska, Punkrock und anderen tanzanregenden Rhythmen, der mich das erste Mal auf dem Festival Jazz im Stadion begeistert hat. Eine garantiert ansteckende Energie und Lebensfreude, die die Band immer wieder zum Erlebnis macht. Wären wir mal eher gefahren.

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Fotos: Ralph Segert. Zum Vergößern anklicken

Nach dem Gig der Powerband war das Auflegen mit dem Gärtner wie eine Art blinder Übereinkunft. Zuletzt hatten wir uns 2000 die Ehre gegeben. Knapp 9 Jahre später floss der Flow wie am Schnürchen. ;-)


Zemaria im Strobels

Nach dem letzten Mahnimal und Zemaria Konzert im Strobels komme ich ein weiteres Mal in den Genuß des DJ-Supports für den Zemaria-Auftritt im Strobels am Freitag, den 18.7.2008. Ich freue mich drauf. ;-)


Gärtner der Lüste: „Ästhetischer Kopilot“

Der DJ Gärtner der Lüste erzählt im Interview über seine erfolgreiche DJ-Entwicklung und über seine Arbeit als Compiler und „ästhetischer Kopilot“.

DJR: Wie bist Du DJ geworden, was motivierte Dich und gab es Stilwechsel?

Gärtner der Lüste: Mit 14 war ich mit meiner Klasse (reine Jungenschule) auf Klassenfahrt für ne Woche in Maria Laach, und es war zum Verzweifeln öde dort, bis am dritten Tag eine Mädchenklasse aus Bergneustadt in unserer Jugendherberge eintraf, die genau ein Jahr jünger war. Mit mehreren Jungs haben wir uns sofort verguckt, unter anderem ich, aber wir waren Lichtjahre zu schüchtern, um was in die Wege zu leiten. Also hatten wir, direkt in der ersten Nacht DIE Idee: Wir machen ne Party und laden die Mädels ein. Wir bekamen die Erlaubnis von den Lehrern, mein Kumpel Jakob und ich haben alle verfügbaren Kassetten zusammengezogen und den ganzen Nachmittag durch gehört. Dabei haben wir anhand des Laufwerks die Hits notiert und alle Kassetten auf einen Hit ein gespult. Mein Equipement an diesem ersten Auflegeabend war mein erster Radiorecorder von Grundig, der war zwar sogar noch Mono aber ordentlich laut. Ergebnis: fast alle haben getanzt und anschließend mindestens ein Dutzend Pärchen geknutscht, unter anderem auch ich, da viel mir die Berufswahl eigentlich nicht mehr schwer.

Bis es allerdings das erste Mal Geld für´s Auflegen gab, hat´s dann noch zehn Jahre gedauert. Stilwechsel gab es immer mal wieder, angefangen hab ich natürlich mit Pop und Rock, den Hits, die es so gab. Irgendwann hatte ich allerdings keine Lust mehr allzu bekannte Stücke wie ne Jukebox abzuspulen und Rock wurde mir langweilig.

DJR: Vielseitigkeit scheint Dein Programm zu sein: Du bietest spezielle Abende mit „Latin, Oriental, Reggae, Jazz, Lounge oder Soul und Funk“ an. Das deutet schon Deine beachtliche Sammlung an Musik an. Wie sammelst Du und wie merkst Du Dir, was Du alles hast?

Gärtner der Lüste: Alle diese Stile lege ich tatsächlich aktuell auf, sogar noch etliche mehr, allerdings am allerliebsten nicht in Reinkultur, sondern je nach Publikum und der Stimmung in einem spontanen Mix.

Musik sammle ich eigentlich wo ich geh und steh, meine Ohren sind immer im Einsatz. Höre ich beim Friseur, im Cafe oder bei Freunden interessante Musik, versuche ich sie aufzutreiben. Flohmärkte werden geplündert, ebenso Plattenläden wenn ich in anderen Städten oder Ländern auflege. Vor kurzem habe ich zum Beispiel Oye Records in Berlin ausgiebig heimgesucht und als nächstes geht’s durch die Läden in Barcelona. Natürlich wird auch mit allen möglichen Freunden und Kollegen getauscht. Zu meinem großen Glück kenne ich ne Menge Musik begeisterter Menschen.

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Die Stücke, die ich auflegen will, kommen immer sofort auf thematisch geordnete Sampler, die ich von Hand beschrifte und regelmäßig mal wieder höre. Klingt jetzt vielleicht ein bißken technisch, aber für mich ist der Ablauf so sehr gut.

DJR: Auf Deiner Site ist zu lesen: „Eine Spezialität des Gärtners ist loungen auf höchstem Niveau“. Was macht angesichts vieler steriler und schnell langweilig werdender Lounge-Produktionen ein gutes Lounge-Stück aus und wie findest Du Deine Perlen?

Gärtner der Lüste: Die Perlen sind ja in fast jedem Stil relativ selten, wenn man die Menge der Produktionen betrachtet. Ein gutes Loungestück ist zwar easy, es geht angenehm leicht ins Ohr, aber wenn ich zuhören will, muß es auch was Interessantes, eine Seele zu bieten haben. Die besten kann ich tausendmal hören und sie berühren mich immer wieder.

Momentan finde ich fast die meisten Perlen auf dem Label Chinchin, auf dem ich meine „Funky Plüsch“-Compilations veröffentliche. Der „Club des Belugas“ produziert einfach unglaublich geile Lounge-Musik, das Ende des Jahres kommende Album wird schon wieder ein Hammer.

DJR: Du hast Deine Samplereihe „Funky Plüsch“ angesprochen. Wie kam es zu dem Titel und wie war der Weg zur ersten Compilation dieser Dreierreihe?

Gärtner der Lüste: Freunde von mir, Moca aus Bochum (die ich sehr verehre), hatten endlich ihren ersten CD-Vertrag, die Stücke waren fertig, hatten aber noch keine Namen. Also haben wir uns gemütlich zusammengesetzt, die CD zweimal durch gehört und Namen vergeben. Ein Stück wollte ich sofort in „Funky Plüsch“ benennen und die Jungs fanden die Idee sehr gut. Monate später hatte ich eine prima Lounge-CD zusammen gemixt, wollte aber im Titel nichts mit Chill oder Lounge haben. „Funky Plüsch“ war im Mix enthalten und dann dachte ich: „Warum nicht die ganze CD so benennen?“

Der Mix selber war für den privaten Gebrauch gedacht, aber etliche Freunde haben mich angespornt, sie zu veröffentlichen, weil sie von diesem Mix fast schon süchtig waren. Ein Jahr hab ich nach nem Label gesucht und als ich gerade aufgegeben hatte (fast), ist mir das Label zufällig über den Weg gelaufen. Meine Hauptforderung für den Release war, dass er genau so, wie ich den Mix hin bekommen hatte veröffentlicht werden sollte. Reimar Philipps von den Popagenten hat bei der Lizenzierung alles gegeben und tatsächlich alle 16 Stücke frei bekommen, was eine Art Wunder war, das ich bis jetzt nicht wiederholen konnte. Immer fallen irgendwelche Stücke weg! Bei der ersten Funky Plüsch hätte es fast „Fly me to the moon“ von Julie London erwischt, ausgerechnet auch noch das Titelstück; die EMI erklärte, die Künstlerin hätte ihr okay nicht gegeben. Dann fand ich aber heraus, dass Julie London bereits Jahre zuvor verstorben war. Das war ihnen dann wohl peinlich.

DJR: Eine Samplerreihe aufzubauen ist ja nicht gerade einfach. Auf was muss man achten und wie sieht eine ungefähre Kalkulation aus?

Gärtner der Lüste: Samplerreihen gibt es ja wie Sand am mehr, allerdings halte ich von etlichen nicht sehr viel, zumeist weil sie relativ gesichtslose Produktionen sind, die musikalisch und / oder optisch nicht sehr viel zu bieten haben. Häufig geht es nur um den Profit, das Artwork ist billig oder wiederholt immer die gleichen Klischees, wie zum Beispiel die Sofas auf Lounge-Compilations.

Wichtig ist mir, dass alle Stücke auf einer Compilation Herzensangelegenheiten sind, Musik, die ich immer wieder auflege und auch ein gutes Feedback aus dem Publikum dafür bekomme. Allerdings steckt in einer solchen Compi nicht viel Geld für den DJ, aber dafür kann man solche CDs auch sehr oft hören, ohne dass sie langweilen. Die steigenden Verkaufszahlen bei der Funky Plüsch-Reihe geben mir allerdings Recht, was die Nachhaltigkeit betrifft.

DJR: Du erstellst mittlerweile auch Remixe auf „chinchin records“. Wie erarbeitest Du sie dir, was machst Du besser und wie heißt Dein erfolgreichster Remix?

Gärtner der Lüste: Die Remixe entstehen bislang immer in Kooperation mit Christian Becker (Moca) oder Martin Kratzenstein (Club des Belugas), da ich vom Schrauben nur sehr wenig Ahnung habe. Wenn ich ein Stück höre, das mir gefällt, von dem ich mir aber auch eine deutlich andere Version vorstellen kann, frage ich einen der beiden, ob sie Lust und Zeit für einen Remix haben. Ich besorge dann die Spuren, bin beim Remixen eine Art ästhetischer Kopilot und sorge für die Veröffentlichung. Der erfolgreichste war bislang der erste Remix. „Wildcats gotta move“ vom Club des Belugas im Becker vs. Gärtner der Lüste-Remix war auf Anhieb in den Deutschen Club Charts, ist bis auf Platz 3 geklettert und wurde bislang vier mal auf weiteren Compilations veröffentlicht.

Der zweite Remix (Moca: Post it) ist aber auch gerade seit ein paar Wochen raus. Als nächstes wird ein Remix von Christian und mir für die Mo‘ Horizons erscheinen.

DJR: Du sammelst seit einiger Zeit fleissig internationale Erfahrung als DJ. Bestätigst Du die Annahme, dass man es als vielseitig orientierter DJ in Deutschland schwerer hat, da hierzulande das Schubladen- und Puristendenken ausgeprägter ist.

Gärtner der Lüste: Meine durchweg positiven Erfahrungen in den verschiedensten Ländern erkläre ich mir eher so, dass die Menschen zum Beispiel in Mexiko sehr viel begeisterungsfähiger sind und deutlich losgelöster feiern. Auch in Deutschland hatte ich schon sehr geniale Abende, aber im Schnitt sind die Gigs im Ausland euphorischer.

DJR: Gibt es einen Gig, der Dir in besonderer Erinnerung geblieben ist?

Gärtner der Lüste: Da gibt es so einige. Einen sehr besonderen Abend hatte ich beim ersten Berlin-Gig vor einigen Jahren im Kachelclub auf der Oderberger Straße, den es leider nicht mehr gibt. Von 12 Uhr an habe ich bis morgens um sieben aufgelegt, es wurde schon beim ersten Stück ausgelassen getanzt, keiner hat gemeckert, im Gegenteil, die Leute haben mich angefeuert und sich immer wieder bedankt. Die Veranstalter hatten mit 300 Gästen gerechnet, aber es waren mindestens 900, so dass es um 2 Uhr schon kein Bier mehr gab, um 3 Uhr keinen Wein, um 4 Uhr keinen Wodka und als ich aufgehört habe, gab es nur noch alkoholfreies Bier. Das hat die Tanzenden aber nicht aufgehalten.

DJR: DJ-Auftritte, Remixe, Compilations, was steht in nächster Zukunft an und welche Ziele stehen aus?

Gärtner der Lüste: Momentan bin ich für vier Wochen in der Nähe von Gerona in Spanien und lege in einem Sonnenblumenfeld auf. Der Club heißt „Mas Sorrer“ und ist für mich eine Sensation, weil dort am Wochenende fast 1000 Katalanen hinkommen, um auf Jazz und Artverwandtes zu feiern. Der Club ist open air und die Atmosphäre ist unvergleichlich schön. Gegen Ende des Jahres werde ich wohl für 3 Monate nach Peking gehen und auflegen.

DJR: Vielen Dank für das Interview

Edit: In Kürze werde ich die vier Lounge-Sampler von dem Gärtner hier vorstellen, wie immer mit einem Kurzmix der angenehmen Art ;-)
Update: Was hiermit geschehen ist.


Eine schöne Party mit Mahnimal und Zemaria

Und wenn nur zwei Gäste unter wenigen tanzen und glücklich sind, bin ich es als DJ auch. Eine ähnliche Haltung hat wohl die fünfköpfige Band Mahnimal, denn sie haben auf dem vorgestrigen Gig im Strobels ihre Spielfreude trotz niedriger Besucherzahl ausgelebt. Ihr rockiger Sound gepaart mit brasilianischer Power und ebensolchem Charme hat zwischen den Reihen für tanzende Gruppen gesorgt, die der Bühne immer näher kamen. Zum Ende gab es eine rhythmische Power, die die Begeisterung steigerte sowie viele Zugaben und ein weiteres Set, da die zweite Band Zemaria immer noch unterwegs war, aus Berlin kommend.

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Alexandre Lima von Mahnimal

Auch mein Part nach Mahnimal kam gut an. Walter, der Mann für die Kultur im Strobels, kam begeistert auf mich zu und meinte, das sei ein astreines Set, die Musiker tanzten die ganze Zeit. Das war mir zu meiner Freude auch aufgefallen. Ähnlich wir beim Auftritt von mo‘ horizons hatte ich ein gutes Händchen für die richtige Mischung.

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Waguenho von Mahnimal

Insgesamt konnte ich gut anderthalb Stunden mit einem wilden Mix aus weltweiten elektronischen Sounds, Jazz, Funk, Soul und „Let’s Boogaloo“ zur guten Stimmung beitragen. Zwischendrin musste ich mit meinem Tisch auf die Bühne, weil es anfing zu regnen. Zur freudigen Überraschung aller kam dann kurz nach Mitternacht doch noch Zemaria und bauten cool ihr Equipment auf, während ich mittendrin die musikalische Begleitung machte und dem Elektroniker der Band beim Umstöpseln half. Improvisieren war angesagt.

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Castanah von Mahnimal

Die druckvolle Musik von Zemaria kam sogleich gut an. Mittlerweile waren mehr Gäste vorne als in den hinteren Reihen und es wurde begeistert getanzt. Zemaria brachte eine dermassen starke Power ‚rüber, dass man gar nicht anders konnte, als sich irgendwie zu dieser Musik aus elektronisch verzerrten Rhythmen und druckvollen Schlagzeug und Bass zu bewegen. Und kaum hatte man sich warm getanzt, da waren auch schon die Musiker von Mahnimal auf der Bühne und zauberten gemeinsam mit Zemaria eine Session vom Feinsten. Party im frühmorgendlichem Dortmunder Dunkel, die anscheinend bis zum nächstliegenden Hotel hallte ;-)

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Die Sängerin und der Bassist von Zemaria

Diese intensive Bühnenpräsenz konnte ich danach als DJ nicht toppen, was auch ein verfehlter Anspruch gewesen wäre. Es reichte, beim Abbauen für gute Laune zu sorgen und die Gäste eine Zeit zu halten. Vor der Abfahrt der Band, von denen die meisten sich bei mir verabschiedeten, kam noch einmal der Leadsänger und Gitarrist Alexandre Lima von Mahnimal zu mir. Wir kamen trotz meines gebrochenen Englisch in ein kurzes Gespräch über die Liebe zur Musik aus aller Welt und tauschten unsere Email-Adressen aus. Ich gab ihm eine von meinen Colourful Vibes mit. Schon vor dem Gig hatte er mir eine CD mit seinem Soloprojekt Radio Experienza zugesteckt (auch vom Bandmanager bekam ich eine CD geschenkt), die mir zu Hause beim Anhören der vier Songs noch einmal bestätigten, was ich beim Gig hörte: Dass der Mann eine klasse Stimme hat. Und rappen kann er auch gut.

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Alexandre Lima

Insgesamt war das ein klasse Abend mit lebensfrohen und offenherzigen Musikern und gut gelaunten Gästen. Zu Mahnimal wäre noch zu sagen, dass ihr Konzert in Dortmund im Rahmen ihrer European Tour 2007 stattfand, die noch bis zum 10.August geht. Da kann ich zuguterletzt zum Dank für alles nur noch viele erfolgreiche Gigs wünschen.

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Zemaria- und Mahnimal-Musiker

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Rhythmuspower für die Session


Mahnimal und Zemaria im Strobels

Morgen, Freitag, den 27. Juli spielen Mahnimal und Zemaria aus Brasilien im Strobels. Während Mahnimal uns mit einer Mischung aus Rock, Reggae, Samba, Ticumbi, Jongo, Pop und elektronischer Musik verwöhnen wird, läßt das brasilianische Quartett Zemaria Electronic-Samba erklingen. Ich werde vor und nach dem Konzert passende Colourful Vibes zum Besten geben. Seid dabei! Eintritt ab 19 Uhr. Strobelallee 50, Dortmund.


!DelaDap im Strobels (Update)

Auf Freitag, den 6. Juli, freue ich mich schon. An dem Tag kommt !DelaDap ins Dortmunder Strobels und ich mache DJ-Support davor und danach. Ich freue mich auf die Band und ihren „Sound of Urban Gypsies“. – Update: Leider fällt das Konzert aus. Stattdessen werde ich ab 20 Uhr Colourful Vibes auflegen. Für !DelaDap-Fans wohl nur ein schwacher Trost, aber dafür habe was von der Band dabei. ;-)


mo’horizons und der Sex des Grooves

Gestern kam ein überraschender Anruf von Uwe Meyer, ob ich DJ-Support für mo’horizons machen wolle. Hörte sich erst einmal wie ein Witz an, als ob die einen DJ nötig hätten. War aber keiner, umso besser. Ich also vorsichtshalber noch ein paar elektronische Sounds in die Koffer gepackt und Abends dann ab ins Dortmunder Strobels.

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Großes Foto auf moodlens

Gut anderthalb Stunden sorgte ich mit einer Mischung aus Reggae, Soul, Nu Funk, Crime-Sound und Latina Electrica ;-) für gute Stimmung unter den Gästen. Als Ralf Droesemeyer (?) zum Warmmachen auf die Bühne kam, meinte er, ich hätte viele Songs aufgelegt, die er auch in seinem Koffer habe. Schöner Zufall. Ich habe dann während des knapp 4stündigen Gigs von mo’horizons auch einige Schätzchen aus meiner Sammlung herausgehört. So passte dann mein unerwarteter Einsatz prima ins Konzept. ;-)

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Das Konzert war leider schlecht besucht und das schlechte Wetter in einem Biergarten trug nicht zur Club-Atmosphäre bei, die mo’horizons wohl erwartet haben. Trotzdem haben sie die Leute nach einiger Zeit zum Tanzen gebracht, kein Wunder, gab es doch elekronischen Latin und Jazz auf hohem Niveau und in ebensolchem Tempo. Mich beeindruckte die stilsichere Vielseitigkeit sehr. Ralf Droesemeyer und Mark ‚Foh‘ Wetzler mixen sehr geschickt und mit breitem Muskgeschmack, der jeden Puristen ins Mark treffen würde. Sie scheinen sich von der Lebendigkeit originaler Tracks inspirieren zu lassen und erstellen eigene Songs daraus, ohne die Latin-, Jazz- und Popzitate zu sterilen Beiwerken zu machen. Ihre Musik behält den Sex des Grooves und wird nie zu kalter, allzu gewollter elektronischer Produktion. Unterstützt wurde das Duo von einem Percussionisten und Sänger sowie einer stimmmächtigen Sängerin (vielleicht bringe ich die Namen noch nachträglich in Erfahrung), die mit wohldosierten Einsätzen manches Sahnehäubchen draufsetzten.

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Nach dem Gig habe ich mir die neue CD von mo’horizons gekauft. Sie heißt Sunshine Today und kommt in Kürze auf dem Markt. Sie läuft grad das zweite Mal und ich sage nur: Klasse funky Latin und Jazz mit Feingefühl gespielt und gemixt, aber ohne einen Allzeit-Partyknaller wie Brazil oder Hit The Road Jack (pé na éstrada).

sunshine today von mo’horizons


Worldbeatz im Strobels

Morgen, den 19. Mai, geht zu einem Biergarten-Gig im Dortmunder Strobels. Ab 21 Uhr lege ich dort Worldbeatz von Arabic über Balkanbeats bis Latin auf, durchsetzt mit Soul und Jazz. Mal schauen, was sich an Mucke so aufdrängt. ;-)

18.05.



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